Ich packe meinen Koffer…

… und nehme mit: eine Kamera. Aber welche? Egal, wo du heuer deinen Urlaub verbringst – damit er unvergesslich wird, solltest du die schönsten Momente mit Videos und Fotos festhalten. Wenn du die Aufnahmen dann deiner Familie und deinen Freunden zeigst, sollte natürlich die Qualität passen. Verwackelt oder unscharf darf dabei nichts sein.

Hier gibt es ein paar Vorschläge, womit du deine Urlaubserinnerungen am besten aufnimmst.

Das Smartphone

Frau mit Smartphone

Die einfachste Variante. Das Smartphone hat man immer mit und es braucht den wenigsten Platz. Die Fotos und Videos werden in einer sehr guten Qualität aufgenommen. Wenn du noch mehr aus deinen Aufnahmen rausholen möchtest, kannst du dir weitere Apps zum Fotografieren und zum Nachbearbeiten herunterladen. Den Fotos fehlt es wegen der relativ kleinen Kamera und dem kleinen Sensor zwar an Tiefenschärfe und Lichtstärke, aber selbst dafür gibt es schon Apps, die das sehr gut ausgleichen können.

Zubehör, das du mitnehmen solltest

Mit dem richtigen Zubehör kannst du bei deinen Aufnahmen auch neue Perspektiven schaffen. Ein Selfie-Stick sollte mindestens dabei sein. Es geht aber auch noch mehr:  Einen Stabilisator fürs Smartphone. Damit hast du viel mehr Möglichkeiten. Die Videos sind nicht mehr verwackelt, du kannst mit Active-Track einem Ziel automatisch folgen, Panorama- und Zeitraffer-Aufnahmen sind ein Kinderspiel. Ein echtes Must-Have für Storyteller.

Die Kamera

Für Fotos eine eigene Kamera mitzunehmen machen immer weniger Leute. Das Smartphone reicht für die meisten Bilder aus. Trotzdem hat auch eine Kompakte, eine Spiegelreflex- oder eine Systemkamera ihre Berechtigung. Du kannst sie mit unterschiedlichem Zubehör erweitern, sie haben einen optischen Zoom und meistens einen größeren Sensor, der auch bei Dämmerung oder Dunkelheit noch gute Bilder hinbekommt.

Schon bei den kleinen, kompakten Kameras kriegt man Modelle mit Wechselobjektiv (zum Beispiel Olympus PEN), bei Spiegelreflex und Systemkameras sowieso. Du kannst dich zwar mit mehreren Objektiven auf die Reise machen, ich persönlich habe aber immer nur ein Objektiv mit. Mit einem Bereich von 24-200 reicht es für die meisten Aufnahmen aus.

Die Kameras können aber nicht nur für Fotos, sondern auch für Videos verwendet werden. Kleiner Tipp: Schalte den Autofokus während der Videoaufnahme ab. Dann hast du keine störenden Objektivgeräusche am Video drauf.

Zubehör. das du mitnehmen solltest

Kamera Equipment
Man sollte es nicht übertreiben

Mit einem kleinen Stativ kannst du die Kamera auch auf den Tisch oder einen Stein stellen und Fotos mit dem Selbstauslöser aufnehmen. Wenn du möchtest, kannst du auch einen externen Blitz und ein zweites Objektiv mitnehmen. Dann musst du zwar mehr tragen, bist aber für alle möglichen Situationen gerüstet.

Action-Cam

Die Action-Cam, wie zum Beispiel die GoPro Hero, kannst du dank der geringen Größe schnell in den Rucksack stecken. Mit der richtigen Halterung kannst du sie zum Radfahren oder surfen mitnehmen, aber auch Unterwasser-Aufnahmen machen – sofern die Action-Cam wasserdicht ist oder ein entsprechendes Gehäuse hat.

Die Bildqualität der Action-Cams ist ausgezeichnet, wobei manche Modelle einen ausgeprägten Fisheye-Effekt haben. Die Linien sind auf den Aufnahmen nicht gerade, sondern krumm. Im Internet gibts ein paar Tutorials, wie du diesen Effekt wegbringst.

Zubehör. das du mitnehmen solltest

Für die Action-Cam gibt es Zubehör für fast jeden Anwendungsfall. Vom einfachen Selfie-Stick, über die Helm-Halterung bis hin zum wasserdichten Gehäuse gibt es kaum etwas, was Wünsche offen lassen würde. Natürlich hängt es davon ab, was du im Urlaub vorhast. Wenn du einen Aktivurlaub machst, nimm die entsprechenden Halterungen für Helm oder Fahrrad mit. Beim Strandurlaub solltest du eher an ein wasserdichtes Gehäuse und einen Unterwasser-Selfiestick denken.

Die Drohne

DJI Mavic Pro

Mein absolutes Must-Have im heurigen Urlaub. Natürlich werde ich meine Mavic Pro mitnehmen. Wie das geht, weiß ich inzwischen. Ob ich im Zielland fliegen darf, weiß ich auch schon. Welche Aufnahmen ich machen werde, entscheide ich, wenn ich dann dort bin.

Inzwischen sind die Drohnen so klein, dass du sie auch beim Wandern in den Rucksack stecken kannst. Die Möglichkeiten, die du damit hast, sind fast grenzenlos. Du kannst damit Selfies aus geringer Entfernung und Höhe machen, du kannst die Drohne neben dir herfliegen lassen oder du kannst aus großer Höhe den Strand fotografieren (Achtung, das ist nicht überall erlaubt). Die Aufnahmen sind immer spektakulär.

Bevor du eine Drohne mit nimmst, informiere dich vorher, ob du im Zielland auch fliegen darfst. Aber ich kann dich beruhigen: Unter allen Ländern in Europa hat Österreich es wieder einmal geschafft, die aufwändigsten Regeln aufzustellen.

Für Reisen ist die Mavic Pro zwar sehr gut geeignet, es gibt aber auch kompaktere Modelle wie zum Beispiel die DJI Spark oder als Mittelweg die Mavic Air. Die sind dann noch kleiner, du musst aber auch Abstriche bei der Qualität und den Funktionen machen.

Zubehör, das du mitnehmen solltest

Für die Drohne habe ich immer einen Satz ND- und UV-Filter mit. Damit kannst du dich auf die jeweiligen Lichtverhältnisse optimal einstellen. Zusätzliche Akkus solltest du auch mitnehmen, denn obwohl die Drohnen fast eine halbe Stunde fliegen können, ist der Akku schneller leer, als du glaubst.

Manche Länder verlangen auch den Nachweis einer Versicherung. Hier hängt es davon ab, welche Versicherung du abgeschlossen hast. Manche enthalten auch Schäden im Ausland. Mach dich am besten vorher schlau.

Und was kommt danach?

Davinci Resolve

Kannst du dich noch an ewig lange Abende erinnern, wo dann Dias vom letzten Urlaub oder die ungeschnittenen Videos gezeigt wurden? Wenn du nicht einmal weißt, was ein Dia ist, dann bist du zu jung. Alle anderen werden wissen, was ich meine. Vermeide so etwas.

Wenn du aus dem Urlaub zurückkommst, kannst du dich daran machen, deine Fotos und Videos zu bearbeiten. Mit Adobe Premiere Clip am Handy kannst du deine Clips und Videos schnell bearbeiten und gleich auf Instagram, Youtube oder Facebook hochladen. Willst du einen längeren Clip aus deinen Urlaubsvideos machen, kannst du ihn auch mit einem eigenen Programm am PC oder Mac schneiden und anschließend herzeigen oder hochladen.

Mein erster Film war übrigens ein Urlaubsfilm. Aus acht Stunden Videomaterial habe ich damals einen Clip mit etwas mehr als drei Minuten geschnitten. Den Leuten hats gefallen..

Edgar Grasl

Edgar ist der kreative Kopf hinter Wieselfilm. Als bekennender Equipment-Junkie muss er immer das Neueste kaufen und testet die Dinger dann ausgiebig. Die ganzen Pferdefilme auf wieselfilm sind seinem Hobby geschuldet, dem Reiten.

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