Fünf kostenlose Tools zum Bearbeiten von Videos

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So, der Urlaub ist vorbei. Schade eigentlich. Ich könnte das ganze Jahr nur auf einer Liege am Strand liegen. Mit Musikbegleitung. Aus vier verschiedenen Richtungen und drei verschiedenen Stilen. Weil jeder natürlich seinen eigenen Bluetooth-Lautsprecher mit hat. Ganz leise, wenn man genau hinhört, kann man auch  das Meer rauschen hören. Außer der Typ mit seinen Melonen kommt wieder. Dann hört man nicht mal mehr die Musik.

Die richtige Musik für meinen Urlaubsfilm war nicht dabei. Wie viel Zeit man für die Auswahl des richtigen Stückes aufwenden muss, habe ich ja schon mal gezeigt. Bevor ich aber meine Aufnahmen zu einem Musikstück arrangieren kann, brauche ich natürlich eine Software zum Bearbeiten. Wenn du jetzt nicht hunderte Euros für Adobe Premiere oder ein anderes, professionelles Tool ausgeben möchtest, schau dir doch mal diese fünf kostenlosen Tools zum Bearbeiten von Videos an. Vielleicht ist ja das richtige für dich dabei.

#0 Windows Live Movie Maker

Gut, ok, der muss sein. Jede Auflistung von kostenlosen Tools beginnt mit dem Windows Live Movie Maker. Aber wieso hier mit der Nummer 0? Ganz einfach, weil es den Windows Live Movie Maker nicht mehr gibt. Zumindest bei Microsoft selbst, die haben ihn nämlich Mitte letzten Jahres endgültig eingestampft. Wurde auch Zeit.

Microsoft stellt jetzt seit Windows 10 eine ganz einfache Möglichkeit zum Erstellen von Videos bereit – nämlich mit der integrierten Foto-App, die bei Windows 10 dabei ist. Ich habs ausprobiert. Vergiss es. Damit kannst du kein vernünftiges Video machen. Deshalb: Rest in Peace, Windows Live Movie Maker. Wir werden dich nicht vermissen.

#1 Openshot

Für ein kostenloses Tool bringt Openshor eigentlich alles mit, was du für deine Videos brauchst. Die Liste der Features ist lang. Angefangen von der Unterstützung für zahlreiche Videoformate über verschiedene Videoeffekte und Übergänge bis hin zu animierten 3D-Titeln ist eigentlich alles mit dabei, was du für deinen Urlaubsfilm brauchst.

Openshot bietet auch grundlegende Funktionen zur Farbkorrektur, damit kannst du deine Aufnahmen ein wenig aufpeppen. Selbst Chroma-Key Effekte (Greenscreen) lassen sich damit realisieren.

Openshot ist Open Source und steht für Windows, MacOS und Linux zur Verfügung.  Völlig kostenlos. Deshalb nehme ich es auch für kleine Clips und schnelle Videobearbeitung.

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#2 KDEnlive

KDEnlive ist ein kostenloses Open-Source Tool, mit dem du ganz ansehnliche Ergebnisse erzielen kannst. Es unterstützt alle gängigen Audio- und Videoformate und wird seit 2003 entwickelt. Die Oberfläche ist sehr einfach gestaltet, damit man sich gleich mal zurechtfindet. Du kannst sie aber auch anpassen und Shortcuts definieren. Damit gehts noch schneller.

KDEnlive bezeichnet sich selbst als Tool für alle Arten von Anwendern – vom Anfänger bis hin zum professionellen Video-Editor. Die gebotenen Funktionen sind umfangreich, selbst Farbkorrektur beherrscht KDEnlive. Verschiedene Vorlagen für Übergänge und Titel erleichtern dir das Arbeiten.

KDEnlive steht für Windows, MacOS und Linux zur Verfügung und wird ständig weiterentwickelt.

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#3 VideoPad

VideoPad von NCH Software kannst du grundsätzlich einmal herunterladen und in wenigen Sekunden installieren. Die zur Verfügung stehenden Features lassen eigentlich keine Wünsche offen. Verschiedene Übergänge, Videoeffekte, vorgegebene Filter und der direkte Upload zu Facebook, Youtube und Co sprechen für die Software.

Irgendiwe werde ich aber nicht schlau, ob dieses Tool jetzt kostenlos ist oder nicht. Wenn du VideoPad das erste Mal aufmachst, stehen dir alle Funktionen zur Verfügung. Es gibt auch keinen Hinweis, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Trial-Version handelt. Einzig beim Schließen von VideoPad öffnet sich eine Seite im Browser, wo du die Software kaufen kannst. Erinnert mich irgendwie an WinRAR. Das hat auch noch nie jemand gekauft.

VideoPad gibt es für Windows und MacOS. Mir gefällt die Oberfläche, weil sie sich an professionellen Tools wie Adobe Premiere orientiert und intuitiv aufgebaut ist.

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#4 DaVinci Resolve

Blackmagic Design ist ein Unternehmen aus Kaliforniern, das sich vor allem mit seinen Kameras im professionellen Bereich einen Namen gemacht hat. Daneben entwickeln sie aber auch Soft- und Hardware für die Nachbearbeitung. Und hier kommt DaVinci Resolve daher. Das Tool ist für den privaten Gebrauch grundsätzlich kostenlos, dafür bekommt man aber nicht die aktuelle Version. Ist aber egal, weil auch die Vorgängerversionen immer unzählige Features mitbringen.

Dabei ist Resolve eigentlich kein Videoschnitt-Programm. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Farbkorrektur, man kann aber auch Videos damit schneiden. Die Oberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig, genauso wie der Bearbeitung. Mit verschiedenen Knoten und Elementen kannst du die Videos bearbeiten und verbessern. Wenn man „klassische“ Editoren gewöhnt ist, kommt einem das manchmal etwas umständlich vor.

DaVinci Resolve bietet für ein kostenloses Tool umfangreiche Möglichkeiten – und genau das kann dir den Einstieg in die Software erschweren. Empfehlung: Lade dir auch das Handbuch dazu herunter und abreite die ersten Schritte genau durch. Der Erfolg stellt sich dann schneller ein.

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#5 Lightworks

Martin Scorsese arbeitet damit. Sagt zumindest Wikipedia. Der ist aber Regisseur und kein Cutter. Egal. Mit Lightworks wurden große Filme wie Pulp Fiction oder Shutter Island produziert. Und wenn du willst auch dein „Kroatien 2018“ Video. Dafür brauchst du aber Geduld. Die Oberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn du dich aber daran gewöhnt hast, ist es einfach zu bedienen.

Egal welches Projekt du umsetzen möchtest, mit Lightworks hast du unzählige Möglichkeiten. Angefangen vom kürzen deiner Clips zum hochladen auf instagram über einfache Zusammenstellungen, die du mit Musik hinterlegen möchtest bis hin zu deinem eigenen Kurzfilm kannst du mit Lightworks alles realisieren. Vom Leistungsumfang steht es den professionellen Schnittprogrammen um nichts nach.

Die Professionelle Variante kostet natürlich Geld, aber für den Privatgebrauch kannst du Lightworks kostenlos verwenden. Mit den fortgeschrittenen Tools kannst du beeindruckende Videos erstellen – wenn du die Oberfläche verstanden hast…

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So viele Tools – wofür soll ich mich entscheiden?

Es muss nicht immer Adobe Premiere sein. Abgesehen vom Windows Live Movie Maker, der zum Glück Geschichte ist, hast du bei den kostenlosen Tools eine große Auswahl. Angefangen von der einfachen Variante für die schnelle Zusammenstellung bis hin zum professionellen Tool für den kostenlosen Heimgebrauch kannst du alles haben.

Die Entscheidung, welches Tool für dich das Richtige ist, liegt natürlich bei dir. Es hängt aber natürlich auch davon ab, was du damit machen möchtest. Für ein schnelles Urlaubsvideo reichen Programme wie Openshot oder KDEnlive aus. Anspruchsvollere Produktionen benötigen dann aber schon fast professionelle Tools wie DaVinci Resolve oder Lightworks.

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