DJI Osmo Pocket vs. DJI Osmo

In einem meiner letzten Artikel habe ich über mein erstes Jahr mit dem DJI Osmo geschrieben. Jetzt hat DJI einen neuen Gimbal herausgebracht – den DJI Osmo Pocket. Um einiges kleiner und leichter, aber ist das ein vollwertiger Ersatz für meinen „großen“ DJI Osmo? Ein Vergleich.

Größe und Gewicht

Der DJI Osmo Pocket ist mit seinen kompakten Abmessungen und seinem Gewicht von lediglich 116 Gramm hier der klare Sieger. Wie der Name schon sagt, kannst du den DJI Osmo Pocket ganz einfach in deine Hosentasche stecken. Der DJI Osmo dagegen ist mehr als doppelt so groß und mit über 420 Gramm auch um einiges schwerer. Du kannst ja mal versuchen, den DJI Osmo in deine Hosentasche zu stecken, kann aber unangenehme Fragen zur Folge haben.

Betrieb ohne Smartphone

Nokia Handy

Beide Geräte kannst du zwar ohne Smartphone betreiben, beim DJI Osmo hat das aber einen entscheidenden Nachteil: Du siehst nicht, was du in welcher Qualität filmst. Deshalb habe ich grundsätzlich immer mein Smartphone verbunden. Der DJI Osmo Pocket hat im Gegensatz dazu ein eingebautes Display, das zwar nur 1,08 Zoll groß ist, fürs Aufnehmen oder einstellen der einzelnen Funktionen aber ausreichend ist. Somit ist der Osmo Pocket besser für den Betrieb ohne Smartphone geeignet.

Verbindungsaufbau

Wenn ich mein Smartphone mit dem DJI Osmo verbinden möchte, geht das nur übers WLAN. Besonders in Umgebungen, wo du bereits mit einem WLAN verbunden bist, kann das mitunter dauern. Außerdem ist die Bildübertragung etwas verzögert.

Der Osmo Pocket lässt sich neben WLAN auch noch über Bluetooth und USB verbunden werden. Warum das WLAN nur zehn Meter weit geht, konnte mir aber bisher niemand beantworten.

Einschalten

Die Zeit vom Drücken des Einschaltknopfes bis zur Aufnahmebereitschaft ist beim DJI Osmo Pocket unglaublich kurz. Das dauert nur wenige Augenblicke. Im Gegensatz dazu braucht der „große“ Osmo eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich das Bild am Smartphone auftaucht. Das kann nerven und gute Aufnahmen kosten.

Akkulaufzeit

Der Osmo Pocket wird in etwas mehr als 70 Minuten voll aufgeladen und kann dann, sofern er ohne Smartphone betrieben wird, 140 Minuten bei 4k und 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Das ist ein sehr guter wert. Beim DJI Osmo ist nach ungefähr zwanzig Minuten Schluss. Dafür kann ich die Akkus wechseln – und so lange ein Akku nur zwanzig Euro kostet, kann ich mir noch ein paar kaufen…

Aufnahmequalität

Die Kameras der beiden Gimbals sind durchaus vergleichbar. Beide haben einen 1/2-3 CMOS Sensor drinnen, beide schaffen 4k bei 60 Bildern pro Sekunde. Da hat aber der DJI Osmo einen klaren Vorteil: Hier kann ich die Kamera tauschen. Werde ich wahrscheinlich nie machen, weil das nächste bessere Modell kostet so viel wie eine gute Systemkamera, aber ich könnte.

Schlagabtausch

Faustschlag

Der DJI Osmo hat einen Anschluss für ein externes Mikro auf einer 3,5mm Klinke. Ist hier auch unbedingt notwendig, weil das eingebaute Mikrofon einfach nur schlecht ist. Beim Osmo Pocket hast du das nicht. Genauso wenig kannst du hier die Akkus wechseln. Einmal leer, musst du eine Stunde warten. Dafür filmt der Osmo Pocket um einiges länger.

Features, die ich beim DJI Osmo vermisse, sind beim Osmo Pocket mit dabei. Zum Beispiel Active Track, also das Verfolgen eines Motives, und Facetrack – das gleiche, nur mit einem Gesicht. Beides sind aber kein Grund, warum ich mir den Osmo Pocket kaufen würde.

Was das Zubehör angeht, kann man derzeit fairerweise noch nichts sagen. Es gibt nämlich kaum noch welches für den Osmo Pocket, das wird sich aber in den nächsten Monaten sicher ändern. Beim DJI Osmo hast du dagegen eine Riesenauswahl an Zubehör. Kein Wunder, den gibts ja auch schon seit ein paar Jahren.

Fazit

Und das ist genau der Grund, warum ich mir den DJI Osmo Pocket (noch) nicht kaufen werde. Weil es kaum noch Zubehör gibt. Noch nicht einmal die App ist verfügbar. Dass er ein Erfolg wird, ist unbestritten. Der Osmo Pocket trifft genau den Zeitgeist – ein kompakter Gimbal mit sehr guten Eigenschaften wie langer Akku-Laufzeit, hoher Auflösung und einfacher Bedienung.

Was hältst du davon?

Hast du dir den Osmo Pocket schon mal angesehen oder sogar schon gekauft? Schreib doch in die Kommentare, was du davon hältst.

Edgar Grasl

Edgar ist der kreative Kopf hinter Wieselfilm. Als bekennender Equipment-Junkie muss er immer das Neueste kaufen und testet die Dinger dann ausgiebig. Die ganzen Pferdefilme auf wieselfilm sind seinem Hobby geschuldet, dem Reiten.

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  1. Tobias Schunk - 4. Dezember 2018 Antworten

    Gibt doch schon Jedemenge Zubehör auf der Homepage.

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