Fünf Apps zum Bearbeiten von Videos

Vor ziemlich genau dreizehn Jahren begann mit der Vorstellung von Apples iPhone der Siegeszug des Smartphones. Drei Jahre späte war es wiederum Apple, die mit dem iPad auch die Ära der Tablets einläutete. Inzwischen gibt es eine Riesenauswahl an Tablets und Smartphones, wahlweise mit iOS oder Android.

Mit der Erfolgsgeschichte von Smartphone und Tablet ist auch die Anzahl an selbst gemachten Videos explodiert. Du kannst damit Videos aufnehmen, mit der richtigen App einen Clip daraus machen und gleich hochladen. Mit dem Smartphone hast du sozusagen dein eigenes Filmstudio in der Tasche. Welche Apps dafür am besten geeignet sind, zeigen wir dir hier.

#1 Adobe Premiere Rush

Adobe Rush

Wie man es von einem Adobe-Produkt erwartet, bringt Premiere Rush eine Vielzahl an Features mit. Wenn es schnell gehen soll, dann kann die App deine Clips automatisch zur Musik anordnen. Willst du deine Kreativität voll ausschöpfen, kannst du aber auch mit einem leeren Projekt starten. Du kannst deine Clips kürzen, für Dialoge die Musik leiser machen, Titel hinzufügen und Übergänge setzen. Premiere Clip ist auch kompatibel zu anderen Produkten von Adobe wie Premiere Pro, Lightroom oder Capture CC. Dank CreativeSync ist dein Projekt auch auf all deinen anderen Geräten verfügbar.

Pro: Kompatibel zu anderen Adobe-Produkten, Gute Ausstattung

Cons: (Kostenloses) Creative Cloud Abo notwendig, Android App nur auf wenigen Devices verfügbar

Preis: Kostenlos

Verfügbar auf iOS und Android

#2 Cameo

Cameo Screenshot

Im App Store von Apple gibt es zwei Apps, die so heißen. Bei einer kannst du personalisierte Videos von Prominenten kaufen (habe bisher gar nicht gewusst, dass es sowas gibt) – wir meinen die andere. Vimeo ist zwar hauptsächlich als Video-Sharing Plattform bekannt, hat aber auch eine eigene mobile App namens Cameo im Programm. Damit kannst du deine Aufnahmen zurechtschneiden, dein Audio anpassen und zahlreiche vorgefertigte Effekte benutzen. Für den passenden Soundtrack steht dir ein eigener Musikkatalog zur Verfügung. Wenn dein Meisterwerk dann fertig ist, kannst du es natürlich Supereinfach auf Vimeo hochladen.

Pro: Einfache Bedienung, Zahlreiche Filter

Cons: Musikauswahl auf eigenen Katalog begrenzt, Upload nur zu Vimeo

Preis: Kostenlos

Verfügbar: iOS

#3 iMovie

iMovie Screenshot

Es gibt mehrere Gründe, warum die Apps von Apple so erfolgreich sind. Erstens sind sie kostenfrei und in den meisten Fällen bereits vorinstalliert, zweitens sind sie einfach zu bedienen und bringen viele Funktionen mit. Das gilt auch für iMovie. Die App bringt alles mit, was man zum Bearbeiten von Videos braucht. Du musst nur deine Clips einfügen, passend kürzen und kannst einfach Musik hinzufügen. Zusätzlich kannst du noch aus zehn vorgegebenen Filtern wählen, Greenscreen-Effekte einfügen und deine Clips über alle deine Apple-Devices über AirDrop und iCloud teilen. Eine runde Sache.

Pro: Intuitiv und einfach zu bedienen, Multi-Device fähig

Cons: Nur für Apple-Devices verfügbar

Preis: Kostenlos

Verfügbar: iOS

#4 Pinnacle Studio

Pinnacle Studio auf iPad

Das weckt Erinnerungen. Meine ersten Gehversuche als Video Editor habe ich mit Pinnacle Studio gemacht. Das war vor fünfzehn Jahren. Inzwischen hat sich da natürlich einiges getan. Nicht nur, dass Pinnacle Systems seit 2012 Teil von Corel ist, inzwischen gibt es auch eine eigene App. Damit kannst du einfach und schnell deine Clips anordnen, Präzise Schnitte machen, Übergänge einfügen und vieles mehr. Pinnacle Studio bringt viele Funktionen und Features mit, die man auch von der Desktop-Version kennt. Mit der einfachen Bedienung und Tutorial-Videos sind die ersten Schritte mit Pinnacle Studio einfach.

Pro: Einfache Bedienung, Zahlreiche nützliche Features

Cons: Export der Videos nicht ganz so einfach

Preis: 3,49

Verfügbar: iOS

#5 Power Director

Screenshot Power Director

Als eine der wenigen Apps für Android bietet Power Director von Cyberlink die Möglichkeit, mehrere Tracks zu bearbeiten. Die intuitive Bedienung, zahlreiche eingebaute Effekte, Chroma-Keys für Green- und Bluescreen, Slow Motion (auch wenn das Original nicht in Slow-Motion gefilmt wurde) und die einfache Bedienung mit Drag & Drop machen Power Director zum Allrounder für die Bearbeitung deiner Videos. Im Standard kannst du deine Clips in 720p exportieren, hast aber auch die Möglichkeit durch ein (kostenpflichtiges) in-App Upgrade Videos mit einer Auflösung von bis zu 4K zu exportieren.

Pro: Einfache Bedienung, Multi-Track Editing

Cons: Höhere Auflösung benötigt Erweiterung, Wasserzeichen in den Videos

Preis: Kostenlos, In-App Käufe

Verfügbar: Android

Mein Favorit

Wenn ich unterwegs bin und Videos bearbeiten muss, dann kommt eigentlich nur Adobe Premiere Rush infrage. Der Funktionsumfang ist mehr als ausreichend und ich kann die Clips in Premiere Pro weiter bearbeiten. Aber ehrlich gesagt ist mir das Bearbeiten der Videos auf dem Smartphone zu mühsam. Wenn, dann nutze ich Adobe Premiere Clip nur für den ersten Rohschnitt und exportiere das Ganze dann nach Premiere Pro CC.

Schreib uns deine Meinung

Was ist dein Favorit? Oder haben wir eine App vergessen, die deiner Meinung nach viel besser als alle Anderen Apps sind? Schreib es uns doch in den Kommentaren.

Edgar Grasl

Edgar ist der kreative Kopf hinter Wieselfilm. Als bekennender Equipment-Junkie muss er immer das Neueste kaufen und testet die Dinger dann ausgiebig. Die ganzen Pferdefilme auf wieselfilm sind seinem Hobby geschuldet, dem Reiten.

Has one comment to “Fünf Apps zum Bearbeiten von Videos”

You can leave a reply or Trackback this post.
  1. SEO Affiliate - 1. Februar 2020 Antworten

    Awesome post! Keep up the great work! 🙂

Kommentar verfassen