Warum ich Klopapier paniere

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Was passiert, wenn ich viel Zeit zu Hause verbringen muss, weil ja gerade dieser Corona-Virus herumschwirrt? Ich mache ein Kochvideo. Aber kein normales, sondern eines, wo wir Klopapier panieren. Warum? Das hat viele Gründe, unter Anderem, weil mir langweilig war.

Die Idee dazu hatte ich gemeinsam mit Casual Dad bei einem gemeinsamen Bier in einem Lokal. Ja, früher gab es sowas. Wir haben uns nämlich letzte Woche gefragt, warum die Menschen gerade Unmengen an Klopapier und Mehl kaufen. Gut, die Zeichen standen auf Apokalypse, aber wieso ausgerechnet Klopapier? Das wäre beim Weltuntergang meine letzte Sorge.

Was kann man daraus machen?

Wir haben darüber gegrübelt. Ziemlich lange. Genaugenommen drei Bier lang. Was kann man mit dem ganzen Klopapier und dem Mehl machen, wenn die Apokalypse doch nicht eintritt? Mehl kann man essen, Klopapier aber nicht. Oder vielleicht doch? Vielleicht kommt es nur auf die richtige Zubereitung an.

Und dann kam die zündende Idee: Ich paniere ein Klopapier. Pariser Art, also nur Ei und Mehl. Und daraus mache ich dann ein hippes „Tasty-Kochvideo“. Ansicht von oben, während man sieht, wie das Ganze zubereitet wird.

Frisch ans Werk

Gesagt, getan. Also nicht gleich, erst am nächsten Tag. Nach drei Bier hatte ich einfach keine Lust mehr dazu. Die Zutaten hatte ich zu Hause, meine beliebteste Hauptdarstellerin (weil meine eigene Tochter) wegen der Schulsperre sowieso Zeit und das Equipment wollte auch wieder mal raus.

Zuerst habe ich das „Kochstudio“ eingerichtet. Neben der Philips Hue Lampe, die über dem Esszimmertisch hängt, kamen noch drei Softboxen zum Einsatz. Eine links, eine rechts und eine von vorne. So hast du keinen Schatten drauf. Die GH5 schraubte ich aufs Galgenstativ, damit sie das Ganze von oben aufnehmen kann. Das Smartphone diente als Fernbedienung. Sollte es, aber die WLAN-Verbindung zur Kamera hat wieder einmal gezickt.

Achtung, Aufnahme!

Nachdem alles bereit und meine Tochter gebrieft („Klopapier? Ernsthaft?“) war, startete ich die Aufnahme. Zwar hat es nicht auf Anhieb funktioniert, aber beim dritten Anlauf hat es dann doch geklappt. Ich behielt die Kamera im Auge und gab meiner Tochter die Anweisungen. Klopapier abrollen, Ei aufschlagen, Klopapier in Ei einweichen und so weiter. Hat wunderbar funktioniert.

Doch dann wurde ich nervös. Was passiert, wenn wir das Frittieren nicht hinbekommen? Ich wusste nicht, wie das Klopapier reagieren würde. Lässt es sich überhaupt frittieren? Oder saugt es sich einfach voll und das wars? Oder noch schlimmer: Fängt es zu brennen an? Ich konnte mir keine zweite Aufnahme leisten – Klopapier war ein begehrtes Gut.

Doch es funktionierte wunderbar. Klopapier reagiert auf heißes Öl wie ein richtiges Schnitzel. Die Panade wird schön braun, es wurde sogar etwas bauchig dabei. Nur der Geruch war bestialisch. Drei Tage lang.

Was lernen wir daraus?

Klopapier panieren geht. Riecht zwar nicht sonderlich gut, aber es funktioniert. Wie es schmeckt, habe ich ehrlich gesagt nicht probiert. Und es hat uns ein wenig aus der Langeweile zu Hause rausgeholfen. Wir haben aber noch mehr Ideen. Zu Beispiel „Zehn Dinge, die man mit Klopapier machen kann“. Wenn wir denn mal wieder eines kaufen können…

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