DIY-Effektfilter für deine Aufnahmen

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Warum du Filter für dein Objektiv nehmen solltest, haben wir schon einmal erklärt. Doch die Dinger können richtig teuer sein. Da kann ein einzelner Filter mal schnell siebzig Euro kosten, ein ganzes Kit mit ein paar ND- und CPL-Filtern gibt’s auch für über tausend Euro. Und dabei machen die nicht mal irgendeinen Effekt.

Wenn du aber in deine Aufnahmen coole Effekte zaubern möchtest, dann brauchst du bei weitem nicht so viel Geld. Effektfilter kannst du für unter zwanzig Euro selbst basteln. Also billiger wie ein richtiger Filter für deine Kamera. Dafür brauchst du nur eine Strumpfhose, ein bisschen Vaseline und einen Filzstift. Das klingt für dich wie eine Einkaufsliste für ein Grundschul-Werkstück? Dann schau mal her, was wir damit machen können.

Was du dazu brauchst

Als erstes brauchst du mal einen billigen Filter für dein Objektiv. Den kriegst du schon unter zehn Euro. Zum Beispiel den Ares MC UV-Filter. Den gibt’s bei Amazon um heiße neun Euro. Das ist der Träger für deinen Effektfilter und das teuerste, was du kaufen musst. Die Qualität des Filters bewerte ich hier jetzt nicht, wahrscheinlich ist er gerade gut genug, damit du keine Kratzer aufs Objektiv bekommst.

Alles andere, was du brauchst, hast du vielleicht sogar zu Hause. Oder du wirst schräg angeschaut, wenn du es im Drogeriemarkt kaufst. Eine Strumpfhose, Vaseline und einen Filzstift. Und jetzt kannst du kreativ werden.

Der Traumeffekt

Vaseline

Das kennst du sicher. Traumsequenzen werden in Filmen immer ein bisschen „vernebelt“ dargestellt. Die Mitte ist scharf, zum Rand hin wird’s aber unscharf. Das erreichst du mit Vaseline auf deinem Filter. Streiche ein wenig davon drauf, wobei du die Mitte deines Filters frei lässt. Aufs Objektiv draufgeschraubt, hast du deinen Traumeffekt.

Du kannst aber auch nur einen Teil deines Filters mit Vaseline einstreichen, zum Beispiel eine Hälfte davon. Oder einen dünnen Film über den ganzen Filter. Die Effekte sind genial.

Flashback-Szenen

Marker in verschiedenen Farben

Du willst in deinen Film eine Flashback-Szene einbauen? Also eine Erinnerung an früher? Dann brauchst du den Filzstift. Wobei hier die Farbe eine Rolle spielt, denn die wird dann Teil deiner Aufnahme. Ein roter Stift gibt deiner Aufnahme einen Rot-Ton, ein blauer dann also einen blauen. Plündere einfach die Zeichenschublade deiner Tochter, da wirst du einiges finden.

Den besten Effekt erreichst du, wenn du die Hälfte deines Filters mit dem Filzstift anmalst. Das gibt deiner Aufnahme den Flashback-Effekt. Du kannst aber auch mehr von deinem Filter ausmalen. Achte aber darauf, dass du die Mitte immer frei lässt. Das gibt deiner Aufnahme den nötigen Touch.

Der Weichzeichner

Strumpfhosen in verschiedenen Farben

Du bist spezialisiert auf Soap-Operas? Oder willst du damit groß rauskommen? Dann brauchst du die Strumpfhose. Denn die bringt den notwendigen Effekt.

Stülpe einfach die Strumpfhose über dein Objektiv. Sollte natürlich keine dicke Winter-Strumpfhose sein, eher sowas feines. Keine Ahnung, wie die heißen. Dafür gibt’s ein Bild dazu.

Die Strumpfhose macht die Kanten deiner Aufnahme weicher. Ein No-Budget Weichzeichner also. Verschiedene Arten von Strumpfhosen haben auch unterschiedliche Effekte. Plündere die Strumpfhosen-Lade deiner Freundin und probiere ein wenig herum.

Da gibt’s noch mehr

Natürlich kannst du auch mit anderen Materialien Effektfilter für deine Aufnahmen basteln. Zum Beispiel mit farbiger Folie, die du ganz oder teilweise vor dein Objektiv schnallst. Oder einen Bokeh-Effekt. Das sind Formen, zum Beispiel Herzen oder Smileys, im Unschärfe-Bereich deiner Aufnahme. Deine Kreativität kennt keine Grenzen.

Hast du noch eine Idee?

Du bist der Meinung, dass wir hier etwas ganz Wichtiges vergessen haben? Dann schreibs uns doch in die Kommentare.

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