Mikro für Voiceover – das Rode NT1-A

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Du brauchst ein Voiceover für dein Erklärvideo oder möchtest deinen eigenen Podcast starten? Dann brauchst du nicht nur eine geeignete Stimme, sondern auch ein passendes Mikro. Denn dein Gaming-Headset reicht dafür unter Umständen nicht aus. Dann kannst du nämlich gleich mit deinem Smartphone aufnehmen.

Grundsätzlich solltest du dir ein Kondensator-Mikrofon zulegen. Ohne jetzt zu technisch zu werden, ist das Prinzip eines Kondensator-Mikrofones einfach erklärt. Du hast eine Membran, auf die der Schall auftrifft. Dicht dahinter ist eine isolierte Metallplatte. Wenn du ins Mikrofon reinsprichst, dann bringst du mit deinen Schallwellen die Membran zum Schwingen und der Abstand zwischen Membran und Metallplatte verändert sich. Und weil das einfach so ist, wird daraus ein Signal. Und daraus wird wiederum deine Audio-Aufnahme. Hexerei, ich weiß.

In deinem Smartphone ist eine ähnliche Form von Mikrofon eingebaut, hier wird aber weniger auf die Tonqualität als auf den Stromverbrauch geschaut. Deshalb haben Headsets und Smartphones zwar schon gute Mikrofone verbaut, die Qualität ist aber für ein Voiceover nicht ausreichend.

Welches nehmen wir denn?

Bei der Auswahl unserer Mikros greifen wir immer wieder zu einem Hersteller: Rode Microphones. Von denen haben wir schon zwei. Ein Videomic Go, das auf der GH5 draufsitzt und ein Wireless GO II, wenn wir Interviews aufnehmen. Also war unser erster Weg auf der Suche nach einem geeigneten Mikro zu Rode.

Rode Microphones – oder eigentlich Røde Microphones, aber da weiß sowieso niemand, wie man das ausspricht – ist ein australischer Hersteller, die schon seit den Sechzigern Lautsprecher und Studioequipment baut. Gegründet wurde die Firma von zwei Schweden, das erklärt auch das komische o. Und seit den Neunzigern baut Rode auch qualitativ hochwertige Mikrophone, die trotzdem günstig sind.

Das NT1-A

Røde NT1-A

Das Rode NT1-A gibt’s seit Mitte der Neunziger und wird als Profimikrofon zum Einsteigerpreis bezeichnet. Mit einem Preis von knapp 230 Euro ist es das auch. Vergleichbare Modelle anderer Hersteller kosten gerne mal das Doppelte. Doch kann es auch was? Mal schauen…

Weil das NT1-A einen XLR-Anschluss hat, brauchen wir auch noch ein kleines Mischpult. Da haben wir uns für das Behringer XENYX 302USB entschieden. Ein wirklich kleines, feines Mischpult, das du über USB an deinen Rechner anschließen kannst.

Nach ein paar Tagen war alles da. Mikrofon und Mischpult. Das NT1-A kommt mit Spinne, Poppschutz und einem sechs Meter langen XLR-Kabel für den Anschluss ans Mischpult. Nach einer halben Stunde – und ohne Beschreibung – war alles aufgebaut. Naja, fast alles. Weil du für das Mikrofon ein Stativ brauchst. Zwingend, denn der XLR-Anschluss am Mikro ist unten. Also kannst du es nicht auf den Tisch stellen. Aber weil wir ja gefühlt tausende Stative haben, musste ein Galgenstativ daran glauben. Und da hängt es nun, unser Mikro.

Tonqualität

Die Tonqualität vom Rode NT1-A ist – kurz gesagt – unglaublich. Im Vergleich zum Voiceover, das wir mit unserem Headset – einem Jabra Evolve 65 – aufgenommen haben, merkst du es erst richtig. Die Headset-Aufnahme klingt viel härter, manchmal werden einzelne Laute einfach verschluckt.

Im Gegensatz dazu ist die Aufname mit dem NT1-A viel weicher, hier kannst du alles hören. Bevor wir hier jetzt aber alles erklären, hört doch selbst mal rein::

Jabra Evolve 65
Rode NT1-A

Zusammengefasst

Die Investition lohnt sich auf jeden Fall. Denn der Unterschied ist gigantisch. Das Rode NT1-A kannst du zwar „nur“ für Voiceover verwenden, für die Aufnahme musst du ziemlich nahe dran sein. Dafür kannst du damit auch deinen eigenen Podcast starten. Oder ein Lied für Weihnachten aufnehmen. Denn dafür wurde es ursprünglich entwickelt. Also Mikrofon für Tonstudios.  

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