Wie du nie den Spaß am Drohnen fliegen verlierst

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin

Vor knapp einem Jahr sind wir in die Luft gegangen – mit der DJI Mavic Pro. Als blutiger Anfänger habe ich dann auch gleich ein paar Fehler gemacht und bin ein paar Mal wo dagegen geflogen. Inzwischen habe ich den Kopter aber im Griff. Natürlich hat die Mavic Pro auch ihre Macken – da verliert sie mitten im Flug die Verbindung, die App hängt sich auf oder sie steigt aus unerfindlichen Gründen einfach auf. Nur gut, dass ein Baum den Aufstieg gestoppt hat. Sonst wäre sie wahrscheinlich heute ein Begleiter der ISS.

Damit wir immer auf dem neuesten Stand bleiben, lese ich regelmäßig News rund um Drohnen. Mir geht es dabei hauptsächlich um neue Modelle, aber von denen liest man relativ wenig. Die Mehrheit der Schlagzeilen sind Horrormeldungen über gesperrte Flughäfen oder sonstige Gefahren, die von Drohnen ausgehen. Als Anfänger bekommt man den Eindruck, dass man sowieso nichts mehr legal mit einer Drohne machen kann. Also wie kann ich auf legalem Weg mit meiner Drohne überhaupt fliegen? Hier gibt’s die Antworten

#1 Schließe eine Versicherung ab

Versicherungspolizze

Inzwischen verlangt schon fast jedes Land eine Haftpflichtversicherung für die Drohne. Damit werden eventuelle Schäden, die deine Drohne verursacht, abgedeckt. Die solltest du auf jeden Fall abschließen, auch wenn du davon überzeugt bist, dass sowieso nichts passieren kann. Der Teufel schläft nie. Sei es ein technischer Defekt, eine Unachtsamkeit oder einfach nur Pech. Wenn deine Drohne auf ein Auto fällt, dann kann der Schaden schon enorm sein. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Menschen verletzt werden.

Deshalb schließe unbedingt eine Versicherung ab. Wenn du deine Drohne auch im Ausland fliegen möchtest, dann achte darauf, dass auch Schäden im Urlaubsort mit abgedeckt sind.

#2 Informiere dich vorher

Justitia

In jedem Land gibt es verschiedene Regelungen. Die EU will das vereinheitlichen, lässt aber entsprechenden Spielraum für die einzelnen Länder. Für dein eigenes Heimatland solltest du die Bedingungen auf jeden Fall kennen. Aber keine Angst, das ist kein Hexenwerk. In Österreich zum Beispiel ist es für Hobby-Piloten verboten, in der Stadt zu fliegen. Dafür braucht es eine eigene Genehmigung. Aber zum Glück hat Österreich auch genügend ländliche Gebiete, wo man auch viel schönere Aufnahmen hinbekommt.

Benutze am besten eine eigene App wie UAV Forecast. Die informiert dich verlässlich darüber, ob du hier fliegen darfst. Außerdem informiert sie dich über die aktuelle Wetterlage. Geht zu viel Wind, solltest du es sein lassen. So ist es mir letztes Jahr in Fuerteventura passiert, dass ich an sieben Tagen nur zwei Mal fliegen konnte. Der Wind dort ist nämlich gnadenlos.

#3 Versuche es vorher einmal

Kind

Bevor du dich in die große, weite Welt traust, solltest du lernen, mit deiner Drohne umzugehen. Du denkst jetzt „das ist doch einfach“, dann täuscht du dich. Im Gegensatz zu deinem ferngesteuerten Auto aus deiner Jugend bewegt sich eine Drohne nämlich in drei Dimensionen. Deshalb fange lieber mal klein an. Übe starten und landen, fliege einen kleinen Kreis, probiere mal die Sensoren aus. Das dauert nicht lange. Ein oder zwei Mal fliegen reicht hier in der Regel aus.

Suche dir dafür einen geeigneten Platz. Drinnen solltest du es sein lassen. Ich habe meine ersten Flugversuche auf einem Feld am Land gemacht. Da kann nichts passieren.

#4 Sei keine Gefahr für Unbeteiligte

Hulk

Du hast eine Versicherung abgeschlossen und bist extra aufs Land raus gefahren, damit du fliegen kannst. Das ist gut so. Solange du nicht am Burning Man Festival bist, kannst du gefahrlos abheben. Wenn sich aber mehrere Menschen in der näheren Umgebung befinden, solltest du es bleiben lassen. Dann bist du nämlich eine potentielle Gefahr für Unbeteiligte. Deshalb ist es auch verboten, in Schigebieten zu fliegen. Da bist du nämlich eine doppelte Gefahr – für die Schifahrer und für den Rettungshubschrauber. Der fliegt hier nämlich relativ oft.

Solange du niemanden gefährdest, und da reicht es in der Regel aus, einen entsprechenden Sicherheitsabstand zu halten, kannst du mit gutem Gewissen abheben.

#5 Checke die Drohne vorher

Das mache ich jedes Mal, bevor ich abhebe. Man könnte es auch Pre-Flight Check nennen.Bevor ich abhebe, schaue ich mir meine Drohne genau an. Zuerst nehme ich alle Fixierungen (Propeller, Gimbal) ab, schalte sie ein, stelle eine Verbindung mit der Fernbedienung her und starte die App. Manchmal kommt es nämlich vor, dass die Verbindung nach kurzer Zeit unterbrochen wird. Warum auch immer, aber solange die Drohne am Boden steht, kann nichts passieren.

Nach einem kurzen Check der Propeller auf Schäden schaue ich mir den Ladestand der Akkus an. Normalerweise sind die sowieso vorher voll aufgeladen worden. Zum Schluss schaue ich mir das übertragene Bild an. Sehe ich ein Zebra, ändere ich die Einstellungen oder wechsle den Filter.

Das ganze dauert nur ein oder zwei Minuten. Ist alles OK, hebe ich ab.

#6 Have fun

Eigentlich der allerwichtigste Punkt. Denn dazu sind Drohnen ja da. Egal ob du damit fotografieren oder filmen möchtest, einfach nur fliegen oder irgendwann mal an einem Rennen teilnehmen möchtest – es macht einfach nur Spaß. Und den lassen wir uns auf keinen Fall nehmen.

Deine Meinung zählt

Bist du anderer Meinung oder haben wir hier etwas vergessen? Dann schreib es doch in die Kommentare.

Kommentar verfassen

Anschluss verpasst? Dann gleich zum Newsletter anlmelden


    %d Bloggern gefällt das: