Die drei besten Anwendungen für 3D-Animationen

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Ich habe schon unzählige Videos gemacht. Aber irgendwann bin ich an meine Grenzen gestoßen. Ich wollte mehr als einfach nur Aufnahmen zu einem coolen Video zusammenschneiden. Ich wollte Animationen. Zuerst nur Titel und ein paar Formen. Irgendwann wollte ich einen Dinosaurier in meine Aufnahme haben. Und weils die Tiere ja nicht unbedingt an der nächsten Ecke zu kaufen gibt, musste ein 3D-Modell herhalten. Es hat zwar nicht wie Jurassic Park ausgesehen, für das Video damals hat es aber gereicht.

Das 3D-Modell zu bekommen, ist nicht schwierig. Dazu gibt es Seiten wie mixamo.com oder – wenns mal ein Lego-Männchen sein soll, Mecabricks. Die Schwierigkeit ist es, deinem 3D-Modell etwas Leben einzuhauchen. Und es sollte auch noch realistisch aussehen. Welche Erfahrungen ich mit welchen Tools gemacht habe, findest du hier.

Blender

Sowas kann man mit Blender machen. Ich aber nicht.

Meinen ersten Versuch habe ich mit Blender unternommen. Damit kannst du sogar eigene 3D-Objekte generieren oder bestehende Modelle einfach importieren. Anschließend kannst du dich an die Animation machen. Das Programm ist trotz seines Funktionsumfanges verhältnismäßig und läuft auf den meisten gebräuchlichen Rechnersystemen.  Blender wird zwar nicht in großen Hollywood-Produktionen eingesetzt, aber oft zum modellieren und Erstellen von 3D-Modellen und ganzen 3D-Welten in Spielen.

In der Praxis schaut das so aus, dass ich Stunden damit verbracht habe, mich mit der Umgebung vertraut zu machen. Denn Blender ist Open Source und deshalb so ganz anders wie alles andere, was man kennt. Dafür ist es aber auch kostenlos. Trotzdem habe ich mich mit Blender nie angefreundet. Es war mir einfach zu unübersichtlich.

Blackmagic Fusion – oder doch Resolve?

Der Marsianer entstand mit Fusion (c) 20th Century Fox

Über die Produkte von Blackmagic haben wir ja schon ein paar Mal was geschrieben. Sie machen nicht nur sehr gute Kameras wie die Pocket Cinema Camera oder die URSA – sie liefern auch gleich die passende Software dazu.

Eine davon ist Blackmagic Fusion. Seit Version 16 ist Fusion sogar in DaVinci Resolve – die Software für Videoschnitt von Blackmagic – integriert. Im Gegensatz zu Blender kannst du zwar keine eigenen 3D-Modelle generieren, dafür aber direkt in deiner Anwendung animieren. Das funktioniert sehr gut. Perfekt wird es, wenn du dein Video auch mit Davinci Resolve bearbeitest.

Die Oberfläche ist viel übersichtlicher gestalte als bei Blender. Das macht es ein wenig einfacher. Selbst große Produktionen wie zum Beispiel I, Robot, die letzten paar Matrix-Filme und der Marsianer wurden damit verwirklicht.

DaVinci Resolve mit Fusion ist kostenlos. Zumindest die vorletzte Version. Die aktuelle Version nicht. Ist aber egal, dafür weißt du, was dich nächstes Jahr in der kostenlosen Variante erwartet.

After Effects

Es fliegt

Schlussendlich bin ich dann aber doch bei Adobe After Effects gelandet. Das kann zwar von Haus aus keine 3D-Animationen, mit Element 3D von Video Copilot aber schon. Der einzige Wehrmutstropfen bei dem Ganzen: Es kostet Geld. Kein Vermögen, aber es kostet eben.

Warum habe ich mich dafür entschieden? Aus zwei Gründen. Erstens hatte ich schon meine Erfahrungen mit Adobe After Effects gemacht und zweitens passte es natürlich in meine gewohnte Umgebung mit Adobe Premiere. Element 3D von Video Copilot ist ziemlich einfach zu bedienen. Damit kannst du 3D-Objekte in bestehende Adobe Premiere Sequenzen einfügen. Noch ein wenig Licht dazu, ein paar Refektioonen und nach kurzer Zeit hast du richtig gute Ergebnisse.

Was ist jetzt das Richtige?

Mit welcher Anwendung du deine 3D-Animationen machst, ist Geschmackssache. Denn alle drei können so ziemlich das Gleiche und das Ergebnis ist immer einwandfrei. Mit Blender kannst du – im Gegensatz zu den anderen Beiden – sogar eigene 3D-Modelle erstellen. Ist mir persönlich zu aufwändig, da lade ich mir kostenlose 3D-Modelle von anderen Seiten herunter.

Wenn ich nicht schon in der Adobe-Umgebung gewesen wäre, hätte ich DaVinci Resolve mit Fusion genommen. Das kann manches sogar besser. Farbkorrektur zum Beispeil.

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