10 Fehler, die ich mit meiner Mavic Pro gemacht habe

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Ich bin zwar knapp dran, aber nicht perfekt. Ja, auch ich mache Fehler. Und mit meiner Mavic Pro kann das ganz schön ins Geld gehen. Denn wenn ich beim fliegen einen Fehler mache, dann stürzt die Drohne im schlimmsten Fall ab und das wars. Soweit ist es zum Glück noch nicht gekommen. Nicht weil ich ein vorsichtiger Drohnenpilot bin, sondern weil ich immer drauf schaue, dass ich genug Platz habe.

Damit du auch aus meinen Fehlern lernen kannst, habe ich hier mal die 10 häufigsten Fehler aufgelistet, die mir schon passiert sind.

#1 Gimbal-Fixierung vergessen

Remove before flight

Der Gimbal, also die Hauptkamera der Mavic Pro, wird für den Transport fixiert. Das verhindert, dass die Kamera beschädigt wird. Zugegeben, es ist etwas pfrimelig, das Ding wegzunehmen, aber wärmstens zu empfehlen. Vergisst du nämlich darauf und schaltest die Drohne ein, dann wird sie dir das sehr lautstark mitteilen. Mit piepen, leuchten und vibrieren. Spätestens dann merkst du, dass du was vergessen hast.

Wenn du mit dem fliegen fertig bist, dann setz die Fixierung auf jeden Fall wieder ein. Beim Transport der Mavic kann dann nichts passieren.

#2 Fliegen mit dem Gimbal Cover

Astronaut

Bei der Mavic Pro wird der Gimbal mit einem Stück durchsichtigem Plastik geschützt. Schaut aus wie ein kleiner Astronautenhelm und ist drauf, wenn ich die Drohne transportiere.

Natürlich kann man das Cover beim fliegen auch drauf lassen. Dadurch bleibt die Kamera geschützt. In gewissen Situationen lasse ich das Teil auch drauf. Will ich aber die beste Bildqualität haben, kommt der runter. Das ist meistens der Fall. Der Astronautenhelm kann nämlich lästige Spiegelungen hervorrufen oder dreckig sein. Dann hast du den Dreck auch in der Aufnahme.

#3 Vertrauen in die Technik

DJI Mavic Pro

Natürlich hat meine DJI Mavic Pro ausreichend Sensoren drinnen, die mir helfen. Zum Beispiel vier zusätzliche Kameras, von denen zwei nach vorne und zwei nach unten schauen.  Die vorderen zwei stellen sicher, dass sich kein Hinderniss in Flugrichtung befinden. Wird ein Hindernis erkannt, stoppt die Mavic oder umfliegt es. Wobei ich noch nicht durchschaut habe, wie die Drohne das Hinderniss bewertet. Bei mir bleibt sie immer stehen.

Die unteren beiden Kameras sind das so genannte „Vision Positioning System“ oder VPS. Wenn ich mit meiner Drohne niedriger als 13 Meter fliege, wird die Mavic Pro damit stabilisiert.

Unter Umständen kann es passieren, dass die Kameras nicht funktionieren. Die Mavic Pro sagt einem das sogar mit der LED am Heck. Problem dabei: Ich verstehe es nicht. Zum Glück wird einem das auch in der App angezeigt. Nächstes Problem dabei: Das ist nur ein kleines, rotes Kästchen am oberen Bildschirmrand.

Wenn die Kameras nicht funktionieren, knallt man ungebremst gegen die Wand. Ist mir zum Glück noch nicht passiert. Sobald ich bemerke, dass etwas nicht stimmt, bleibe ich am Boden und schaue, ob ich das Problem beheben kann. Also Ausschalten – Einschalten und Geht wieder. Hat in meinem Fall funktioniert.

#4 Die Mavic Pro erkennt eh alles

Stromleitung

Die oben beschriebenen Kameras erkennen viel. Zum Beispiel Menschen (auch Kinder), Bäume, Autos und Wände. Ja sogar ganze Häuser. Nur erkennen sie eben nicht alles. Besonders wenn die Gegenstände, die sich im Weg befinden, klein oder dünn sind. Und davon gibt es in der freien Natur viel. Telefonleitungen, Zäune, Äste – um nur drei zu nennen. Die werden nicht erkannt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ein Zaun hat mich unfreiwillig aufgehalten und drei Propeller gekostet.

#5 Die Umwelt

Regentropfen

Weil die Mavic Pro eine Drohne ist, die am besten draußen funktioniert, ist sie natürlich auch der Umwelt ausgesetzt. Das sind zum einen die Wetterbedingungen. Bei zu starkem Wind wird es passieren, dass die Drohne nicht mehr dagegen ankommt. Laut Hersteller wird es ab 10 Metern pro Sekunden oder 36 km/h ungemütlich. Dann solltest du es entweder bleiben lassen oder dich darauf einstellen, die Mavic suchen zu müssen. Bei Regen lasse ich es generell bleiben. Da hat man sowieso keine Chance auf gute Aufnahmen. Bevor ich abhebe, schaue ich immer, wie das Wetter ist. Eine gute Quelle ist UAV Forecast. Da gibts auch eine eigene App.

Was aber auch noch mit reinspielt ist die Umgebung. Metallstrukturen und Hochspannungsleitungen in der Nähe können das GPS und den eingebauten Kompass stören. Wenn du auf dem Berg bist, kann die Akkulaufzeit beeinträchtigt werden. In großer Höhe wird die Luft dünner. Weil sich eine Drohne meistens in diesem Element befindet, muss sie mehr arbeiten, um fliegen zu können.

#6 Bremsweg

Baum

Stell dir einfach mal vor, dass du mit hoher Geschwindigkeit fliegst und plötzlich springt ein Baum in deinen Weg. Ok, das ist ziemlich unrealistisch, aber man kann bei hoher Geschwindigkeit schon mal einen Baum übersehen. Oder ein ganzes Haus. Man schaut nämlich fasziniert auf die Drohne, weil sie so schnell ist. Das Ganze spielt sich aber in Sekundenbruchteilen ab.

Eine Drohne hat nämlich auch einen Bremsweg. Zwar quietschen hier keine Reifen, aber in der Zeit, wo du den Stick von der Drohne los lässt bis zum völligen Stillstand legt die Mavic noch ein paar Meter zurück. Und das kann schon zu viel sein. Deshalb immer schön Abstand halten.

#7 Drohne außer Sichtweite

Kind schaut ein

Ja, es ist verboten. Aus gutem Grund. In den meisten Ländern darf eine Drohne nur auf Sicht geflogen werden. Trotzdem kann es einmal passieren, dass du sie aus den Augen verlierst. Sei es, weil du sie irrtümlich hinter eine Baumgruppe oder ein Haus geflogen hast oder einfach nur deshalb, weil du kurzsichtig bist. Dann bist du auf die Anzeige am Display angewiesen und das zeigt dir nur, was sich vor der Drohne befindet.

Wenn dir das passiert, hast du zwei Möglichkeiten. Erstens: Lasse die Drohne schweben und gehe zu einem Punkt, wo du sie wieder siehst. Oder Zweitens: Drücke den „Return to Home“-Button. Dann fliegt die Drohne selbstständig wieder zurück. Vergewissere dich deshalb immer vor dem Start, dass der Homepoint richtig gesetzt wurde und die RTH-Höhe so eingestellt ist, dass selbst das größte Objekt überfolgen wird.

#8 Rückwärts in die Mauer

Mauer

Ja, die Mavic Pro hat Sensoren. Zwei nach vorne und zwei nach unten. Nur nach hinten nicht. Die gibts bei anderen Modellen, aber eben nicht bei der Mavic Pro. Deshalb ist beim Rückwärtsflug immer besondere Aufmerksamkeit gefragt. Meine mangelnde Aufmerksamkeit (oder besser anfängliche Überforderung) hat mir zwei Propeller gekostet.

#9 Drinnen fliegen

Wohnzimmer

Niemals. Einfach niemals machen. Und wenn, dann nur mit Propeller-Guards. Die Mavic Pro ist innen eine Katastrophe. Weil sie drinnen kein GPS-Signal bekommt, meckert sie die ganze Zeit. Sobald die Propeller eingeschaltet sind, wird es laut, Staubwuckerl flüchten unter die Couch und Zettel fliegen durch die Gegend. Sobald sie in der Luft ist, wackelt sie in alle Richtungen und driftet irgendwo hin. Kein angenehmes Fliegen. Und mein Neffe ist dann gleich mal (mit seiner eigenen Mavic) gegen das Ofenrohr geflogen. Einfach bleiben lassen.

#10 Return To Home nicht verstehen

Die „Return To Home“-Funktion ist praktisch. Die Drohne steigt oder sinkt auf eine voreingestellte Höhe und kehrt dann automatisch zum Startpunkt zurück. Das ganze kann aber auch nach hinten losgehen. Warum?`Weil man es nicht versteht.

Befindet sich die Drohne in einem Umkreis von fünf Metern vom RTH-Punkt, dann landet sie einfach. Wäre auch unpraktisch, wenn sie auf die voreingestellte Höhe steigen würde, nur damit sie fünf Meter weiter wieder sinken muss.

Ist die Drohne in einem Umkreis von fünf bis zwanzig Meter vom RTH-Punkt und die Kameras nach vorne funktionieren, steigt sie auf lediglich 10 Meter Höhe. Ist sie höher als 10 Meter, bleibt sie dort und fliegt zum RTH-Punkt. Die voreingestellte Höhe wird hier auch ignoriert. Funktionieren die Kameras nach vorne nicht, landet sie einfach.

Wenn sie weiter als zwanzig Meter weg ist, bewegt sie sich in den voreingestellten Parametern. Also auf RTH-Höhe steigen, zum voreingestellten Punkt zurückfliegen und landen.

Tipp am Rande: Um sicherzustellen, dass der RTH-Punkt richtig gesetzt ist, setze ich ihn vor dem Abheben noch einmal manuell. Dann bist du auf der ganz sicheren Seite und läufst nicht Gefahr, dass die Drohne von alleine vom Urlaub heimfliegt. Zumindest ein paar Kilometer.

Has one comment to “10 Fehler, die ich mit meiner Mavic Pro gemacht habe”

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  1. Urs - 21. August 2018 Antworten

    Yeah, guter Artikel. Witzig erzählt und einige gute Tipps dabei. Sowas lese ich gerne. Bin selber auch Mavic Pro Pilot und kann alles bestätigen. Ich fliege oft nach der Karte zurück, wenn ich ausser Sichtweite (aus versehen) bin. Einfach denselben weg zurück der auf der Karte aufgezeichnet wird. Das hat ja auf dem hinweg funktioniert, sollte also auch auf auf dem Rückweg. Ausser, es springt ein Baum in den Weg 😉
    Lg, Urs

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