Jojo Rabbit

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Bis vor Kurzem hätte ich beim Namen „Taika Waititi“ eher an einen Vulkan auf Hawaii gedacht, den ich halt nicht kenne. Ist ja auch kein Wunder, denn ich war noch niemals auf Hawaii. Dass es sich dabei aber um einen neuseeländischen Regisseur handelt, weiß ich inzwischen. Hat aber nichts damit zu tun, dass ich schon in Neuseeland war, es liegt eher an „What we do in the Shadows“, einem Film aus 2014 von eben diesem Waititi.

Der Mann hat mehrere Talente. Neben seiner Arbeit als Regisseur ist er auch noch als Drehbuchautor, Schauspieler, Comedian und Maler bekannt. Ein Allround-Talent sozusagen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum er sich in seinen eigenen Filmen meistens eine Rolle auf den Leib schreibt, die er dann auch darstellt.

Nazis und Widerstand

So auch in seinem aktuellen Film, „Jojo Rabbit“. In diesem spielt er niemand geringeren als Adolf Hitler. Zwar nicht höchstpersönlich, sondern nur als imaginärer Freund von Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis), der namensgebenden Hauptrolle in dem Film. Der zehnjährige ist nämlich ein glühender Anhänger der Nationalsozialisten in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges. Doch leider ist er nicht der Mutigste. Im Ferienlager der Hitlerjugend weigert er sich, einen Hasen zu töten und bekommt deshalb den Beinamen „Rabbit“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie Hasenfuß.

Genau in diesen Situationen hilft ihm sein imaginärer Freund und gibt ihm einen oft nicht so passenden Rat, den der kleine Jojo dann auch meistens befolgt. So landet er am Anfang des Filmes im Krankenhaus, nachdem er im Ferienlager Hauptmann Klenzendorf (Sam Rockwell) eine Handgranate aus der Hand reißt, die dann neben ihm explodiert.

Was der Kleine aber nicht weiß: Seine Mutter (Scarlett Johansson) versteckt Elsa (Thomasin McKenzie), ein jüdisches Mädchen. Jojo ist hin- und hergerissen. Einerseits müsste er das jüdische Mädchen melden – doch dann würde seine geliebte Mutter festgenommen und wahrscheinlich hingerichtet werden. Deshalb schließt er mit Elsa einen Pakt – er verrät nicht, dass sie sich bei ihnen zu Hause versteckt, dafür muss sie ihm helfen, ein Buch über die Juden zu schreiben.

Oscarreife Leistung

Oscars

Ganz ehrlich – das Anschauen des Filmes hat bei mir eine Achterbahn der Gefühle ausgelöst. Es gab viel zu lachen, einiges zum Schmunzeln, aber auch wirklich traurige Szenen. Trotzdem bin ich nach dem Kino mit einem Lächeln aus dem Kino gegangen.

Ein wirklich guter Film, der zu Recht für ein paar Oscars nominiert wurde. Nicht das erste Mal für Waititi, denn der war bereits 2005 schon einmal nominiert. Mit seinem Kurzfilm „Two Cars, one Night“. Damals ist er leer ausgegangen – hoffentlich klappt es dieses Mal. Verdient hätte ihn der Film auf jeden Fall.

Mein Tipp

Ich gebe dir einen Tipp: Unbedingt im englischen Original anschauen. Ich habe zwar die deutsche Version nicht gesehen, aber ich gehe davon aus, dass viele Wortwitze einfach verloren gegangen sind.

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