Die fünf irrsten Filme aller Zeiten (bisher)

Sitzt du auch manchmal vor dem Fernseher, schaust dir einen Film an und irgendwann denkst du dir „So ein Sch***“? Ich meine hier jetzt nicht irgendwelche Filmfehler. Die fallen mir in den meisten Fällen gar nicht auf, deshalb machen das andere viel besser. Mir geht es hier um die Handlung, die entweder eine komplett irre Richtung einschlägt oder völlig unrealistisch ist. Deshalb habe ich hier einmal die aus meiner Sicht fünf irrsten Filme aller Zeiten (bisher) aufgelistet:

Angriff der Killertomaten (1978)

Ich bin mir nicht sicher, ob der Film eine Parodie auf Science-Fiction und Horrorfilme sein soll oder einfach nur schlecht ist. Normale Tomaten entwickeln sich in einem amerikanischen Forschungslabor zu intelligenten Monstern und machen die Umgebung unsicher. Ah ja. Natürlich werden sie mit allen möglichen Mitteln bekämpft und am Ende siegt die Menschheit. Aber wieso Tomaten? Und wieso gibt es noch zwei Fortsetzungen? Keine Ahnung.

Bei der Produktion des Films stürzte übrigens ein Hubschrauber ab. Nachdem man das Ganze auch mit der Kamera festgehalten hat, wurde es nachträglich in die Handlung eingebaut. So funktioniert eben Drehbuch schreiben.

Titanic 2 – die Rückkehr (2010)

Es ist schon ein gewisses Qualitätsmerkmal, wenn der Hauptdarsteller gleichzeitig Regisseur ist. Wenn er aber auch noch der Drehbuchautor ist und der Film von The Asylum produziert wird, endet das meistens in einer Katastrophe.

In Titanic 2 geht es um – dreimal darfst du raten – die Titanic. Aber nicht das Original, sondern eine neue Titanic, die genau 100 Jahre nach der Jungfernfahrt der ersten Titanic in See sticht. Und verunglückt. Überraschung. Aber dieses Mal nicht wegen einem Eisberg (der kommt trotzdem vor), sondern wegen Riesenwellen.

Die Filmhandlung ist komplett irre und die Spezialeffekte werden sogar von der Wettervorhersage übertroffen Am Anfang kann man noch darüber schmunzeln, aber irgendwann wird der Film einfach nur grottenschlecht.

Sharknado 4 – the 4th awakens (2016)

Sharknado an sich finde ich ja eigentlich toll. Ich habe mir hier und da mal einen Teil angesehen, aber beim vierten Teil haben sie wirklich den Vogel abgeschossen. Wieder einmal wurde der Film von The Asylum produziert. Deshalb könnte man den Untertitel „The 4th awakens“ auch mit Star Wars verwechseln.

Am Anfang geht es um den inzwischen allseits bekannten Sharknado. Das ist in diesem Fall ein Sandsturm (hier: Sandnado) mit Haien darin, die einfach so vom Himmel fallen und alles fressen, was ihnen in die Quere kommt. Gut, das kennen wir aus den anderen Teilen. Durch weitere Zutaten wird der Sharknado zuerst zum Bouldernado (Steine aus der Wüste kommen dazu), dann zum Oilnado (weil er ein Ölfeld kreuzt), dann zum Feuernado (weil sich das Öl entzündet) und dann zum Lightningnado (weil zufällig eine Stromleitung da ist). Gleichzeitig bildet sich an andere Stelle ein Cownado (ja richtig, Kühe), der dann mit dem Lightningnado zusammentrifft. Und schließlich wird er durch ein Atomkraftwerk zum Nuclearnado. Kennt sich noch jemand aus? Ich nicht.

Zum Schluss fällt auch noch der Eiffelturm vom Himmel. In den USA. Gaaanz genau.

Plan 9 from Outer Space (1959)

Eigentlich ist Plan 9 from Outer Space von Ed Wood ein Kultfilm. Ed Wood träumte immer von einer großen Karriere in Hollywood. Die blieb im aus. Genauso wie sein Talent. Er schaffte es aber immer wieder, Geldgeber für seine Filme zu finden. So auch für Plan 9 from Outer Space.

Hier landen Außerirdische auf der Erde und erwecken Tote zum Leben. Also eine Mischung aus Alien und The Walking Dead. An sich klingt das ja interessant. Aber die – selbst für die 50er Jahre – schlechten Effekte, Schauspieler, die aus Geldnot bei dem Film mitmachten und ein grottenschlechtes Drehbuch taten ihr übriges.

Der Film hat inzwischen Kultstatus erreicht. Ironie dabei: Ed Wood konnte nie Geld damit verdienen, weil er die Rechte verkaufen musste.

The Room (2003)

Ich bewundere Tommy Wiseau. Zumindest für sein Durchhaltevermögen. Der Mann, von dem keiner so genau weiß, woher er kommt, hatte Anfang der 2000er Jahre die Idee für ein Theaterstück. Danach machte er ein 500-seitiges Buch daraus, für das er keinen Verleger finden konnte. Was macht man in so einer Situation? Genau, einen Film. Und den produzierte er auch noch selbst. Er schaffte es, sechs Millionen aufzutreiben.

Teilweise verdiente er das Geld durch den Import von Lederjacken aus Korea. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre ich beim Import von Lederjacken geblieben. Wiseau mietete sich aber ein Studio, nahm einen Regie-Crashkurs und castete Schauspieler. Weil er den Unterschied zwischen 35mm-Film und HD-Video nicht schnallte, drehte er den gesamten Film mit zwei Kameras. Und weil Tommy Wiseau sich nichts reinreden ließ, wurde der Film eine Katastrophe. Da wurden Schauspieler einfach ausgetauscht, die Handlung nimmt komplett irre Wendungen und am Ende des Films kennt man sich nicht mehr aus.

Um was gehts in dem Film? Keine Ahnung. Das habe ich bisher noch nicht verstanden.

 

Edgar Grasl

Edgar ist der kreative Kopf hinter Wieselfilm. Als bekennender Equipment-Junkie muss er immer das Neueste kaufen und testet die Dinger dann ausgiebig. Die ganzen Pferdefilme auf wieselfilm sind seinem Hobby geschuldet, dem Reiten.

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