Warum wir Social Media lieben

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin

Heute geht’s mal nicht um Filmen Equipment oder Drohnen – heute geht es um etwas ganz anderes. Social Media. Warum? Das hat zwei Gründe. Erstens gibt es von der Filmfront derzeit nicht viel zu berichten. Das ist eine schöne Umschreibung für „Mir fällt kein Thema ein“. Zweitens hat mich vor kurzem jemand darauf aufmerksam gemacht, dass ich mit der „Community interagieren“ muss. Ich sollte also auf Kommentare antworten, die von den Leuten abgegeben werden.

Die Social Media Aktivitäten von wieselfilm findet du auf

Analytics

Also habe ich folgendes gemacht. Zuerst habe ich mir angesehen, wer überhaupt unsere Community ist. Google Analytics hat mir gesagt, dass der typische Leser männlich, zwischen 25 und 44 Jahre alt ist und hauptsächlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt. Hat mich wenig überrascht, weil die Artikel ja auf Deutsch sind. Was mich aber sehr wohl überrascht hat, sind die zahlreichen Spanier, Mexikaner und Chilenen, die unsere Artikel lesen – etwas mehr als vier Prozent. Was machen die damit? Können die alle deutsch? Oder sind das Ausgewanderte, die damit den Kontakt zur Heimat nicht verlieren wollen? Wir wissen es nicht.

Danach habe ich mich hingesetzt und mir die Kommentare auf den einzelnen Social Media Plattformen wie instagram, Facebook, Twitter und Youtube noch einmal durchgelesen. Eigentlich auch auf Google+, aber dort war kein einziger Kommentar zu finden.

Ist ja nicht so, dass ich das nicht machen würde. Zumindest bei unseren Beiträgen schaue ich immer, wie die Leute darauf reagieren. Beim „Alle-auf-einmal“ durchlesen habe ich aber zwei Dinge bemerkt: Es war kein einziger spanischer Kommentar dabei und du kannst die Leute in drei Kategorien einteilen.

Erstens: Der / Die Wohlwollende

Daumen hoch

Das sind die Allerbesten. Der oder die Wohlwollende kennt sich beim jeweiligen Thema aus, denn seine Kommentare gehen auch auf den Inhalt ein. Damit wissen wir auch: Diese Leute lesen unsere Beiträge, manche sogar bis zum Schluss. Dort steht nämlich meistens die Aufforderung, dass man seine Meinung in die Kommentare reinschreiben soll.

Von denen bekommst du positives Feedback, also die Bestätigung, dass du gute Arbeit geleistet hast. Sie bestätigen unsere Aussagen, geben uns recht – Balsam für die Seele.

Zweitens: Der Nörgler

Frage

Es war beim letzten oder vorletzten Artikel, den wir veröffentlicht haben. Da stand darunter „… wenn es denn stimmen würde.“ Das hat bei uns natürlich zuerst einmal Fragezeichen auf die Stirn getrieben. Was stimmt denn nicht? Der Inhalt? Die Rechtschreibung? Das Wetter zur Jahreszeit? Keine Ahnung. Denn weitere Informationen konnten wir nicht herausfinden.

Der Nörgler gibt immer negatives Feedback. Er weiß es offensichtlich besser, will aber nicht damit herausrücken. Das ist nämlich sein persönliches Geheimnis, das er mit ins Grab nehmen wird. Natürlich könnten wir uns auch auf eine Diskussion einlassen, würde aber nur noch mehr Fragezeichen aufwerfen.

Drittens: Der Provokateur

Genervte Katze

Der Provokateur erzeugt Reichweite. Das ist unbestritten. Denn er entfacht eine Diskussion in den Kommentaren. Er widerspricht, im Gegensatz zum Nörgler sagt er aber auch, warum. Dann geht’s los. Andere Leser steigen drauf ein (außer der Nörgler, der nimmt sein Geheimnis ja mit ins Grab), geben ebenfalls Kommentare ab und schön hat man die Reichweite, die man braucht.

Zwei Gründe, warum wir diese Leute lieben: Erstens erzeugen sie Reichweite. Dafür mal danke. Zweitens haben sie teilweise auch recht und weisen auf Fehler in den Artikeln hin, die man übersehen oder schlecht recherchiert hat. Kann ja mal passieren. Also liebe Provokateure: Weiter so, wir lieben euch.

Viertens: Der Oberflächliche

Diese Gruppe ist ein Instagram-Phänomen. Die Leute liken die Bilder auf Instagram, weil sie ebenfalls einen Like zurück haben wollen. Manche schreiben auch Kommentare darunter, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Da stehen dann unter einer selbst erstellten Grafik Kommentare wie „Super shot“ oder „Amazing Photo“. Habt ihr euch überhaupt angesehen, was ihr da kommentiert? Offensichtlich nicht.

Warum wir nicht darauf antworten

Alte Schreibmaschine

Kommentare bei den Artikeln sind rar, auf allen Social Media Kanälen. Wenn ich mir die Anzahl der Leser anschaue und sie den Kommentaren gegenüberstelle, dann ist das nur ein klitzekleiner Bruchteil. Als Optimisten bestätigt uns das: Wir schreiben keinen Blödsinn.

Doch Antwort gibt es meistens keine von uns. Ja, wir wissen, dass es eine goldene Social Media Regel gibt, die besagt, dass man auf Kommentare reagieren soll. Wir machen das aber nicht. Warum? Weil wir nicht wissen, wie das mit unserer alten Schreibmaschine geht. Hauptsächlich aber deshalb, weil ich die Kommentare meistens viel zu spät lese und zu müde für Antworten bin.

Also, liebe Social Media Community: Lasst den Kopf nicht hängen, wenn wir nicht antworten. Das ist nicht persönlich gemeint.

Deine Meinung zählt

Hast du das wirklich zu Ende gelesen? Genial. Denn hier steht genau das, was weiter oben erwähnt wird: Wenn du dazu was zu sagen hast, dann schreibs uns doch in die Kommentare rein.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: