Mavic Mini – keine fünf Gründe dafür

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Eigentlich wollte ich einen Artikel darüber schreiben, warum ich mir die neue Mavic Mini von DJI nicht kaufen werde. Ja, du hast richtig gelesen. Nicht. Kaufen. Völlig untypisch für mich. Ich wollte fünf Gründe finden, die dagegensprechen. Deshalb habe ich ein wenig recherchiert, habe Testberichte gelesen, Videos geschaut und beim Elektrohändler meines Vertrauens ein „Hands-on“ gemacht.

Während dieser Recherche habe ich aber relativ schnell gemerkt, dass die Mavic Mini eigentlich keine schlechte Drohne ist. Sie ist klein, leicht und du kannst damit ganz einfach deine Videos aufnehmen und Fotos schießen, während du herumfliegst. Wandern mit deinen Freunden, ein Tag am Strand oder die letzte Mountainbike-Tour – dafür ist sie gedacht.

Klein und leicht

Alte Waage

Mit einem Gewicht von 249 Gramm ist sie genau ein Gramm unter der magischen 250-Gramm-Grenze. Bis zu diesem Abfluggewicht fällt sie unter die zukünftige Drohnen-Klasse C0, ist also vereinfacht gesagt Spielzeug. Dafür brauchst du keine Registrierung, darfst aber zum Beispiel in Österreich nicht höher als 30 Meter fliegen. In Deutschland brauchst du dafür keine Plakette für den Betrieb.

Aber Vorsicht: Die magische 250-Gramm-Grenze bezieht sich auf das Abfluggewicht. Hast du zum Beispiel die Propeller-Guards (sind Teil der Fly More Combo) angebracht, erhöht sich das Abfluggewicht auf über 250 Gramm und du musst die Mavic Mini registrieren. Sie fällt damit nämlich in die Klasse C1 und ist kein Spielzeug mehr.

Die „Immer-Dabei-Drohne“

Wanderer

Das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen machen die Mavic Mini durchaus interessant als „Immer-Dabei-Drohne“. Mit einer Dicke von knapp sechs Zentimetern ist sie zwar zu groß für die meisten Hosentaschen, aber in der Umhängetasche oder im kleinen Rucksack findet sie immer Platz.

Mit der mitgelieferten Fernbedienung, deinem Smartphone und der neuen DJI Fly App ist das Fliegen ein Kinderspiel. Was mir sehr gut gefällt ist die fehlende Anzeige auf der Fernbedienung. Die hat nämlich meine Mavic Pro. Dort zeigt sie Informationen an, die ich eigentlich auch am Smartphone habe. Verwirrend.

Neben den verschiedenen Flugmodi und diversen Einstellungen für Kamera und Flugverhalten hat die DJI Fly App auch einzelne Tutorials mit an Bord. Wenn du also genau wissen möchtest, wie etwas funktioniert, kannst du dir das gleich von der App erklären lassen.

Der Preis

Münzen

Das ist der absolute Hit – die Mavic Mini gibt’s schon für 399 Euro. Zum Vergleich: Eine DJI Spark, die inzwischen nicht mehr erhältlich ist, kostet zweihundert Euro mehr, eine Mavic Air mit 849 Euro mehr als doppelt so viel.

Empfehlenswert ist auch bei der Mavic Mini die Fly more Combo. Darin enthalten ist neben der Drohne und der Fernbedienung insgesamt drei Akkus, die Propeller Guards und eine Transporttasche. Für nur einhundert Euro mehr. Da würde ich nicht sparen.

Die Abstriche

Vergleich

Natürlich muss man bei einer Drohne in dieser Preisklasse auch mit Abstrichen rechnen. Die maximale Video-Auflösung sind „nur“ 2,7k, das können teurere Modelle besser. Reicht wahrscheinlich für den Ausflug, für semiprofessionelle Anwendungen aber eher weniger. Außerdem hat die Mavic Mini keine Hinderniserkennung an Bord. Da heißt es also aufpassen, dass man nirgendwo dagegen fliegt.

Gekauft?

Ja oder Nein

Nein. Weil meine zwei Jahre alte Mavic Pro trotzdem noch mehr kann. Die nimmt nämlich Videos in 4k auf, was bei meinem Anwendungszweck, nämlich Material für Videos zu produzieren, extrem hilfreich ist. Außerdem brauche ich für meine Flugkünste unbedingt eine Hinderniserkennung.

Die Mavic Mini hat aber durchaus eine Berechtigung. Nämlich für all jene, die einen günstigen Einstieg in die Drohnenwelt suchen oder Aufnahmen in erster Linie für Social Media verwenden möchten. Dann ist die Mavic Mini genau das Richtige. Alle anderen können ja eine Mavic Air oder Mavic Pro nehmen. Für jeden was dabei.

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