Das sagt dir dein Objektiv

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Endlich ist sie da, deine neue Kamera. Mit Wechselobjektiv. Wenn du dir das mal genauer anschaust, wirst du darauf Sachen entdecken, die dir als Smartphone-Filmer bisher ziemlich schnurz waren. Irgendwas mit Millimeter, eine Zahl mit eine F davor und haufenweise Buchstaben. Aber was heißt das eigentlich? Was will dir dein Objektiv damit sagen? Und was ist wichtig? Hier ein paar Antworten

Die Millimeter-Angabe

Auf jedem Objektiv hast du mindestens eine Millimeter-Angabe drauf, meistens aber zwei. Das hängt davon ab, welche Art von Objektiv du gekauft hast. Zum Beispiel 24-70mm oder einfach nur 26mm. Manchmal fehlen auch die „mm“ dahinter. Das ist die Brennweite.

Der Wert sagt vereinfacht aus, wie weit die Linse vom Fokuspunkt deiner Kamera entfernt ist. Du verstehst nur Banane? Ok, dann anders: Je höher der Wert für die Brennweite ist, desto weiter weg solltest du vom Objekt sein. Bei einer Brennweite von 24mm musst du näher ran, bei 70mm kannst du weiter weg gehen. Ein 24-70mm Objektiv ist also ein Zoom-Objektiv, mit dem du stehen bleiben kannst, dein Objekt aber durch Drehen am Ring heranzoomen kannst.

Wenn am Objektiv nur eine Brennweite angegeben ist – zum Beispiel 26mm – dann handelt es sich um eine Festbrennweite. Du kannst also nicht heran- oder herauszoomen. Du musst dich bewegen, damit dein Objekt größer oder kleiner wird.

Der F- / T- / 1: irgendwas-Wert

Meike T2.2 Cine-Objektiv

Meistens steht neben der Millimeter-Angabe ein F-Wert, zum Beispiel F2.8. Kann aber auch T2,8 sein. Oder 1:2,8. Egal wie, das ist die Lichtstärke deines Objektivs. Je geringer der Wert ist, desto mehr Licht trifft auf deinen Sensor. Anders gesagt: Willst du in dunklen Umgebungen filmen, brauchst du das Objektiv mit dem geringsten Wert. F2,8 ist also besser als F4,0.

Bei hochwertigen Zoom-Objektive wie zum Beispiel das SIGMA 24-70mm F2,8 bleibt die Lichtstärke über die gesamte Brennweite gleich. Deshalb kostet das Objektiv auch mehr. Bei den günstigen Zoom-Objektiven hast du meistens zwei F-Werte danebenstehen. Da gilt dann: Bei der kleineren Brennweite hast du den ersten F-Wert, bei der hohen Brennweite den zweiten. Mein erstes Zoom-Objektiv war zum Beispiel ein Tamron AF 70-300 mm F4-5,6. Bei 70mm hatte es einen F-Wert von 4, was schon ziemlich viel Tageslicht brauch. Bei 300mm – also ganz weit weg – hat es eine Flutlichtanlage gebraucht, damit du ein bisschen was siehst. Zum Filmen völlig unbrauchbar.

Die Buchstaben

Neben den Bezeichnungen für die Brennweite und die Lichtstärke stehen manchmal auch noch Buchstaben. Wie zum Beispiel DG, OS, LD und so weiter. Die sind herstellerabhängig und sagen meistens etwas über die Bauart des Objektives aus. DG zum Beispiel ist von Sigma und sagt aus, dass die Objektive für Vollformat-Kameras ausgelegt sind.

Was die Abkürzungen genau bedeuten, findest du auf der jeweiligen Herstellerseite.

Welches Objektiv brauche ich jetzt zum Filmen?

Fürs Filmen mit deiner Systemkamera empfiehlt sich ein Objektiv mit einer niedrigen F-Zahl. Das stellen wir über alles andere. Der Zoom-Bereich ist beim Filmen sogar eher hinderlich, weswegen wir fast nur Festbrennweiten im Einsatz haben. Das sind die Objektive mit nur einer Millimeter-Angabe.

Festbrennweiten sind in der Anschaffung günstiger, dafür brauchst du aber auch mehr davon. So haben wir von Meike das 16mm T2,2, das 50mm T2,2 und das 85mm T2,2. Statt dem F-Wert findest du hier einen T-Wert. Ist das gleiche wie F, nur besser. Jedes dieser Objektive kostet rund 400 Euro, also alle drei zusammen so viel wie das SIGMA 24-70mm F2,8. Dafür sind sie lichtstärker, haben keinen Autofokus und sind fürs Filmen am besten geeignet.

Wenns um Aufnahmen geht, wo du schnell den Fokus wechseln musst, helfen dir diese Objektive aber wenig. Da brauchst du dann schon ein lichtstarkes Zoom-Objektiv. Wie eben das SIGMA 24-70mm oder etwas Vergleichbares.

Und wenn du dann dein lichtstarkes Objektiv gefunden hast, dann bestelle auch gleich Filter mit. Denn die brauchst du dann auch. Damit du das Zebra vom Bildschirm weg bekommst.

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